Gemafreie Musik kostenlos

Home:  Startseite


Creative Commons

Hören

Downloaden

News Blog

Links

Home


Kontakt | Impressum

Zahlst Du noch - oder suchst Du schon?

Wer zum Thema gemafreie Musik die aktuellen Suchstatistiken betrachtet, stellt fest, dass der Suchbegriff gemafreie Musik kostenlos noch vor Begriffen wie "gemafreie Musik für Videos", oder "gemafreie Musik CD" rangiert. Regiert auch hier die "Geiz ist geil" Mentaliät?
Nicht wirklich. Das Bewußtsein für Musik als "Wert" ist wenig ausgeprägt. Radio, TV oder Streaming Dienste im Web beschallen rund um die Uhr; Musik ist immer und überall präsent, ohne dass der (private) Endkosument direkt dafür bezahlen muss. Die Bezahlung der Musikproduzenten und Urheber, die das mediale Angebot von Musik überhaupt erst möglich machen, erfolgt bei gemapflichtiger Musik nur indirekt über die GEMA, und ist selbst für Experten nicht immer leicht zu durchschauen.

Ich höre, also bin ich

Beim Gang in ein Konzert, einen Club, oder den iTunes Store (sozusagen das moderne Äquivalent zum früheren Plattenladen), verhält es sich zunächst anders. Hier legt der private Endkosument tatsächlich Geld auf den Ladentisch. Doch ist hier das Bewußtsein, dass Musik einen Wert hat, ausgeprägter? Auch das darf bezweifelt werden, unabhängig davon, ob die Musik gemafrei ist oder nicht. Was damit zu tun hat, dass Musik als solche keinen Produktcharakter hat. Musik ist nicht dinglich, sie ist nicht anfassbar. Man kann eine CD kaufen und ins Regal stellen, aber keine Musik. Man kann ein mp3 downloaden, aber keine Musik. Man kauft eine Eintrittskarte für ein Konzert oder den Clubabend, aber nicht die Musik.


Tags: Gemafreie Musik kostenlos Gemafrei Gema-Gebühren Musik kostenlos hören Creative Commons Lizenz Gemafreie Musik kostenlos downloaden Internet Radio

Von der Mystifizierung der "Ware Musik"

Karl Marx sprach einmal vom "Fetischcharakter der Ware". Meint: Ein Produkt wird zu Ware, indem es einen Wert bekommt. Dieser Prozess der Wertzuschreibung war für ihn eine Art "Mystifizierung", weil das Produkt, indem es nur noch als Vergegenständlichung menschlicher Arbeit erscheint, zum Fetisch wird.
Was das mit Musik zu tun hat? Musik wird erst durch den Akt des Hörens zu dem, was sie ist: eine sinnliche Erfahrung, die den Menschen anspricht (oder auch nicht). Musik taugt somit schlecht für diesen "zur-Ware-werden-Prozess". Allerdings dauerte es noch einige Zeit, bis die Erkenntnis kam, dass das Kunstwerk eine Sache ist, dessen technische Reproduzierbarkeit und Verfügbarkeit eine andere.


Das Recht zum Hören

Wenn also der "Wert" von Musik heute noch nicht wirklich in allgemeinen Bewusstsein präsent ist, dann ist dies nachvollziehbar, und irgendwo auch menschlich. Außerdem ziemlich paradox, gilt doch gerade das Musikbusiness als ein besonders profitorientierter Wirtschaftsbereich. Vielleicht liegt hierin mit ein Grund für die viel zitierten Probleme der Musikindustrie. Dass sie nie begriffen hat, wie einem Musikfan erklärt werden soll, was er mit Zahlung des Kaufpreises eigentlich genau erwirbt. Das Recht zum Hören? Einen Kopierschutz? Mag früher dem Endkonsumenten noch eingeleuchtet haben, dass die Herstellung einer Musik CD oder einer LP tatsächlich "Herstellungskosten" verursacht, so ist das bei einer digitalen Datei anders. Warum für etwas bezahlen, das man zum Nulltarif beliebig oft kopieren kann. Und auch die großen teuren Musikstudios früherer Tage wirken angesichts moderner Möglichkeiten der Musikproduktion eher wie ein Relikt aus der Dinosaurier-Zeit. Heute reichen ein Laptop und ein Mikro für einen Hit. Nicht umsonst nutzen in Zeiten von Web 2.0 oder Cloud Computing viele Musikproduzenten die Chancen einer direkten Eigenvermarktung, die ihnen das www bietet. Kostenlose Musik ist im Web Realität.

Jeder ein Sender

Ein ganz anderer Punkt ist, dass heute Desktop-Publishing und das Web die mediale Kommunikation demokratisiert haben. Ein Mausklick und ein paar HTML Grundkenntisse reichen, und schon wird jeder private Medienkonsument zum öffentlichen Medienproduzent. Jeder ein "Sender", jeder ein Publizist. Musik darf da nicht fehlen. Hier die Hintergrundmusik für eine Website, da ein Blog, dort ein kleines Image Video für die eigene Firma. Und da fängt das Problem an, denn die Grenzen zwischen privater und öffentlicher Nutzung von Musik sind schnell überschritten; und genauso schnell sieht man sich als "Aufführender" mit Fragen von Musiknutzungsrechten konfrontiert.

Gemafreie Musik kostenlos

Gemafreie Musik scheint vielen hier als Lösung. Insofern auch richtig, da es unbürokratisch und preiswert ist. Doch manchen reicht das nicht. Sie haben es am liebsten, wenn gemafreie Musik kostenlos ist. Die gibt es, schließlich kann jeder freie Musikproduzent selber entscheiden, ob er was verschenken möchte. Doch die Tücken für kostenlose gemafreie Musik liegen im Detail. Denn zu unterscheiden ist stets zwischen den Nutzungsrechten an einem Musiktitel einerseits, und der physischen Verfügbarkeit darüber andererseits (Download, CD etc.). So ist zwar oft der Musik Download kostenlos - aber nur für Demozwecke. Oder die Nutzung ist für private Zwecke kostenlos, aber nicht für (ge)werbliche Zwecke. Und viele Quellen im Web sind dubios. Hier gilt: Unwissenheit schützt vor nicht vor Verantwortung. Wer Rechtssicherheit will, sollte den Gang zu seriösen und kostenpflichtigen Anbietern wählen.

So gesehen ist der Hut, den ein Straßenmusiker herumgehen läßt, die ehrlichste, weil die direkteste Art der Entlohnung. Und vielleicht Anregung, über eine Honorierung der Arbeit von Musikproduzenten nachzudenken, bevor einmal mehr "gemafreie Musik kostenlos" in die Suchmaschine eingetippt wird.

Musik gemafrei kostenlos | © 2011 | Datenschutz/Privacy Policy